Wie alles begann

 

Meiner Meinung nach, liebt jeder Mensch Tiere! Diese Zuneigung ist allerdings unterschiedlich ausgeprägt.


Ich bin ein Exemplar, welches immer Tiere haben wollte und fast immer hatte. Mit 4 Jahren konnte ich meinen Papa überreden, dass ich ein Tier brauchte. Mein erstes Haustier kam, es war ein blauer Wellensittich mit Namen Hansi. Ich habe Hansi geliebt, habe versucht ihm das sprechen beizubringen und das er Kunststücke machte! Leider hatte ich kaum Erfolg, er wollte nicht sprechen und mit den Kunststücken hatte er es gar nicht. Nach einer Zeit meinten meine Eltern, dass der kleine Kerl einen Partner braucht und so kam Butsch´i zu uns. Ein grün - gelber Wellensittich. Jetzt hatten die beiden zwar sich, aber mir fehlte immer noch was zum kuscheln!
In den Ferien war ich oft bei meinen Großeltern auf dem Land. Hier durfte ich so oft ich wollte bei einem benachbarten Bauern auf den Hof gehen. Dort gab es immer was zum kuscheln! Katzen, Hasen, Hunde, Pferde. Sogar die Kühe wurden von mir bekuschelt. Ich bin in dieser Zeit immer aufgeblüht und habe meine Eltern bekniet das ich doch eine Katze haben wollte. Mein Papa aber wollte in einer Wohnung kein frei laufendes Tier einsperren und schließlich wohnten wir ja in Hamburg in einer Großstadt. Man kann sich denken, dass ich lieber zu meinen Großeltern in die Ferien gefahren bin, als mit meinen Eltern in den Urlaub.
Mit 17 bin ich wegen einer Ausbildung dann von zu Hause ausgezogen - und zwar aufs Land. Für mich bot sich jetzt die Gelegenheit mir endlich eine Katze anzuschaffen. Eine wunderschöne getigerte Katze zog bei mir ein. "Pinki". Leider wurde sie kein Jahr alt, denn sie ging mit meiner Vermieterin immer so gern spazieren und wurde überfahren. Meine Vermieterin war sehr traurig und besorgte uns einen kleinen schwarzen Kater mit weißen Stiefeln und weißem Lätzchen. Moritz!  Aber der Bauer von dem die Katze kam hatte sich vertan, Moritz war eine Kätzin, aber sie blieb unsere Moritz! Leider wurde auch sie, als Freigängerin, nur 5 Jahre alt.
Mein Leben veränderte sich in dieser Zeit auch gerade so das ich mir kein neues Fellknäul zulegte. Ich zog mit meinem heutigen Mann zusammen in unsere erste Wohnung und das in eine Stadt. Mein Mann mochte auch sehr gerne Tiere, denn er ist auf dem Land mit Tieren aufgewachsen. Leider meinte auch er, dass freie Tiere nicht in die Wohnung gehören. Eines Tages kam er mit 2 Wellensittichen an, leider wieder nichts zum Kuscheln, aber ich war trotzdem froh. Es folgte unsere Hochzeit und die Familienplanung. Unser Sohn wurde geboren und zwei Jahre später unsere Tochter. Ab jetzt hatte ich Verbündete, denn welches Kind liebt keine Katzen.
Eine Bekannte von mir, fing zu dieser Zeit an Norwegische Waldkatzen zu züchten und so kam ich auf eine Rassekatze die ja im Hause leben konnte. Auch mein Mann interessierte sich dafür, dazu kamen die Kinder mit dem Wunsch nach einer Katze. Wir alle hatten meinen Mann überzeugt. Unsere Wellensittiche kamen zu einer älteren Nachbarin dessen Vogel gestorben war und unsere Suche begann. Rassenbücher wurden gewälzt, Telefonate mit Züchtern geführt und Besuche gemacht. Am Ende entschieden wir uns für eine Russisch Blau Katze. Nach 8 Wochen war es dann endlich so weit, unsere Antje von Sopka zog bei uns ein. In ganz kurzer Zeit stellte sie unsere Familie im positiven Sinne auf den Kopf und war nicht mehr aus unserem Leben zu denken.  Auch wir interessierten uns jetzt, wie unsere Bekannte, für die Katzenzucht. Wir traten in einen Katzenverein ein, gingen auf Ausstellungen, beantragten einen Züchternamen und suchten dann einen netten hübschen Kater! Mit Dimitrie vom Wolfsee und unserer Antje,  bekamen wir einen ganz tollen 5 er Wurf. Aus diesem Wurf behielten wir ein Baby, unsere Marischa von Charkow.
Leider änderte sich dann einiges in unserem Leben. Arbeitswechsel, Hausumbau und Umzug und so geriet der Züchtergedanke in den Hintergrund. Antje und Marischa wurden kastriert aber sie bekamen einen netten Katzenzwinger. Leider nahmen sie den Zwinger nicht gut an. Er wurde nur betreten wenn auch ein Mensch auf der Terrasse war. Der Zwinger lag direkt daneben und die Katzen kannten vorher nur einen Balkon und die Menschen in unmittelbarer Nähe.
Nach einer Weile hatten wir uns entschieden dass zu einem Haus, einer Kinderfamilie uns zu den Katzen noch ein weiteres Familientier dazugehört. Ein Hund fehlte zu unserem Glück. Die Suche war auch nicht einfach, die Kinder wollten nur einen Hund, ich einen lieben der zu Kindern passt und mein Mann ein Hund der mindestens bis über das Knie reichen muss. Aber das Schicksal zeigt einem immer einen Weg. Die Eltern einer Arbeitskollegin meines Mannes bekamen Schäferhund Welpen. Nach vielen Besuchen zog am 10.09.2002 unsere Langhaar - Schäferhündin Cassy ein. Zu Anfang lief nicht alles glatt, denn zwei erwachsenen Katzen sollen auf einmal mit einem kleinen Hundewollknäul klar kommen. Cassy wollte spielen und toben und die beiden Damen ihre Ruhe. Aber nach 5 bis 6 Wochen war die Rangordnung geregelt und alles lief glatt.
Unsere Marischa mussten wir mit 16 Jahren einschläfern lassen, der Krebs hatte zugeschlagen.
Unsere Antje wurde sogar 20 Jahre alt und mußte wegen schnellen reduzierten Allgemeinzustand in ihrem Alter, Ostern 2011 eingeschläfert werden.
Jetzt gab es nur noch Cassy! Mein Mann meinte wir sollten mal daran denken, wenn unserer Cassy nicht mehr leben sollte, eine Tierfreie Zone bei uns einzurichten. Ich war einverstanden, denn auch unser Kinder wurden mehr und mehr flügge!
Aber es kommt immer anders als man denkt. Nach einem Jahr wuchs wieder mein Verlangen nach einer Katze. Ich quetschte das Internet aus, um mir einen Überblick über Katzenrassen zu schaffen. Russisch Blau wollte ich nicht, denn ich hatte Angst ein neues Wesen immer mit unseren alten Katzen zu vergleichen, wenn ich in der gleichen Rasse bleiben würde. Schnell hatte ich einen Favoriten.
Neva Masquarade, diese Rasse sollte es sein!
Jetzt musste ich meine Familie infizieren. Bei meinen Kindern hatte ich wenig Probleme, denn die lieben Katzen und konnten nie genug haben. Auch heute noch!
Bei meinem Mann hatte ich mit Widerstand gerechnet, aber auch er freute sich auf ein neues kleines Fellknäul!
Jetzt mussten wir uns diese Rasse noch in Natura anschauen. Eine Züchterin aus der Umgebung fanden wir sehr schnell die uns ihre Schätzchen zeigen wollte. Nach diesen Besuch wussten wir, diese und sonst keine. Trotzdem kamen erst noch mal viele Fragen.
Katze, Kater, Zuchttier, Liebhabertier, eine oder zwei Katzen. Der Familienrat hat dann oft geredet und wir entschlossen uns für eine Zuchtkatze und ein Liebhaberkater. In Arnsberg bei Frau Laetsch, fanden wir unsere Mäuse.  Am 08.09.2012 zogen Velina und Vilippo the Kindly Nature bei uns ein.


Wieder stellte eine Katze bzw. zwei Katzen unser Leben auf den Kopf!!